MeMadeMay 2017 -Woche 2

Die zweite Woche des MeMadeMay 2017 ist rum und das waren meine selbst geschneiderten Outfits:

Die neue Schlumm-Bumm-Hose ,“Margot“ aus „Liebe auf den ersten Stich“, gefiel mir so gut, dass ich sie am Sonntag am liebsten den ganzen Tag angelassen hätte. So der Plan, doch dann gab es doch einen spontanen Flohmarktbesuch im Annadress. Mein Papa hat mir dort die entzückende Tantentasche gekauft, die zufällig perfekt zum Outfit passte, da musste sie einfach mit. Sie ist kein bisschen spackelig, da angeblich von einer 90 Jahre alten Dame, die sie ihr Leben lang geschont hat. Eigentlich wollte ich gar nichts kaufen, sondern mich dort nur mit meinen Eltern und Ihrem Besuch treffen, aber auch damit war es nichts, denn an Vintage-Knöpfen komme ich einfach nicht vorbei und wenn man die Preise im Einzelhandel sieht, sind die Flohmarktknöpfe unschlagbar und oft sind richtig tolle Raritäten dabei.

Aus einem gemütlichen Tag zu Hause in Schlumm-Bumm wurde nichts, aber der Flohmarktbesuch hat sich dafür gelohnt!

 

Am Montag war mir nach einer ordentlichen Portion Blumen, also kam ein ganzer selbst gebastelter Vintage-Stofftellerrock  aus dem Schrank. Der Stoff sollte glaube ich nicht in der Nähe von offenem Feuer getragen werden, da er einen sehr hohen Kunststoffanteil zu haben scheint, ich schätze es ist irgendeine Art Satin-Taft. Er glänzt ziemlich, das mochte ich nicht so wirklich, aber das Blumenmuster sorgte dann doch dafür, dass der Stoff aus dem örtlichen Stoffladen doch mit durfte. Jetzt bin ich sehr froh, ich mag den Rock sehr gerne, glänzender Stoff hin oder her.

Ganzer Tellerrock mit Curryfutter an Kaufstrickjacke.

 

Am Dienstag hatte das „Miz Mozelle Dress“ von Jamie Christina Premiere. Wie das Dalmatinerkleid von letzter Woche eine für mich neue Silhouette, sonst trage ich ja bevorzugt oben eng-unten weit. Für mich funktioniert dieses Kleid trotzdem gut, ich mag besonders den Bubikragen, lediglich mit dem Ausschnitt muss man ein bisschen aufpassen, meiner könnte etwas kleiner sein, aber es geht noch.

Es ist ein relativ einfacher Schnitt, weil nur ein Gummizug in der Taille und ein Knopf mit Schlaufe am Ausschnitt, der wie die Säume einfach mit Schrägband eingefasst wird. Am Rocksaum war mir das allerdings zu viel und am Ausschnitt hab ich noch einen zweiten Fake-Knopf (natürlich vom Flohmarkt!) ergänzt, weil meine Schlaufenlösung irgendwie nicht so richtig gelungen ist. Dazu habe ich noch einen passenden Bindegürtel gemacht. Ich sehe auf dem schlabbrigen Viskose-Stoff übrigens Flamingos und Ihr?

The Miz Mozelle Dress von Jamie Christina, für mich eine neue Silhouette, die mir aber gut gefällt. Und sehr bequem ist das Kleid, durch den Taillengummi kann man sich gut darin bewegen ohne das es irgendwo zwickt.

Der Bubikragen wird mit Knopf und Schlaufe geschlossen, ich habe zwei Knöpfe gemacht, weil mein Verschluss nicht ganz wie geplant wurde und so konnte ich ihn retten.

 

Am Mittwoch wurde es geometrisch mit dem Marimekko-Rock. Ich nenne ihn so, weil er mich an die finnischen Textildesigner erinnert.  Den Nicht-Marimekko-Stoff habe ich auch im örtlichen Stoffladen gekauft und bin sicher weniger Geld  losgeworden als für das Original.  Als ich in Helsinki vor dem Marimekko-Laden stand und mir die Nase platt drückte, konnte ich dank Inventur ja dort leider nichts kaufen.

Der Schnitt „Grace“ ist aus der englischen „love Sewing“, man hätte den Rock mit Kellerfalten vermutlich aber auch ohne hinbekommen können…

Dazu gab es memade Ohrringe, wie man die ganz einfach selbst machen, anstatt teuer bei Dawanda & Co. zu kaufen, habe ich hier schon einmal gezeigt.

Der Marimekko-Rock ist ein einfacher Rock mit Kellerfalten und Bund, genau richtig für den gemusterten Stoff

In der Regel füttere ich alle meine Röcke, damit ich sie auch im Winter mit Strumpfhose tragen kann. Die Ohrringe habe ich aus Rohlingen, Cabochons und Zeitschriften-Motiven selbst gemacht.

Am Donnerstag gab es eine weitere Premiere, nämlich für das Kleid „Megan“ aus „Liebe auf den ersten Stich“ von Tilly an the Buttons. Im Rahmen meiner Stoffdiät habe ich es erst letzte Woche an zwei Abenden aus lange gehüteten Regalstoff genäht. Der Rest eines weichen Jeansstoffes mit Blumendruck von K.stadt (ca. 1,8m) reichte gerade so aus. Ausser den kleinen Puffärmeln ist nicht viel Spektakuläres dran an dem Kleid, sodass es schnell genäht ist, sogar mit Futter. Die Abnäher vorne sind ähnlich wie beim Annadress und springen dort auf, wo es etwas mehr wird. Im Sommer im Kornfeld ohne Strumpfhosen und dafür mit roten Holzclogs kommt das Kleid sicher noch besser.

Die Kornblumen auf Jeans lagen lange im Regal, jetzt sind sie ratzfatz zu einer „Megan“ geworden, ein schönes schlichtes und einfaches Nähprojekt, gerne wieder!

 

Am Freitag gab es ein Wiedersehen mit den Schwalben aus Woche 1. Diesmal trage ich die Bluse „Mimi“ aus „Liebe auf den ersten Stich“ in Kombination mit der Matrosenausgabe meines Lieblingshosenschnittes, den Ihr in beige auch schon aus der letzten Woche kennt.

Der Ausschnitt der Bluse ist recht groß, was beim Tragen in Kombination mit dem etwas zu festen Stoff zu etwas Unbehagen führt, weil die Bluse oft blöd absteht und ich dann das unangenehme Gefühl auf „freie Aussicht“ habe. Schade, denn ich finde die Bluse sehr hübsch. Zusammen mit dem Schwalbenrock fiel mir das nicht so auf, wahrscheinlich weil er höher in der Taille saß.

Die Hose hingegen trage ich wahnsinnig gerne. Die Knöpfe aus dem Knopfparadies sind nur Fake, geschlossen wird die Hose über einen Reißverschluss.

Eins meiner liebsten Outfits, leider ist die Bluse beim Tragen wegen des nervig abstehenden Ausschnittes durchgefallen, sehr schade, denn ich mag sie sehr. Vielleicht hilft es, wenn ich sie etwas enger mache?

 

Genäht wurde natürlich auch in der letzten Woche:

Ihr kennt doch bestimmt auch makerist? Ich bin erst kürzlich so richtig auf die Internet-Nähschule aufmerksam geworden, weil die Video-Nähkurse öfter mal in Muriels Podcasts zur Sprache kamen. Das wollte ich dann auch mal probieren, man kann ja immer noch was dazu lernen. Die regulären Preise für die Kurse fand ich allerdings ein bisschen hoch, da ich beim Nähen ja nicht komplett auf Level 0 stehe. Am 1. Mai gab es bei makerist fette Rabatte zum 4jährigen Jubiläum, viele Kurse waren an diesem Tag für nur 4 € erhältlich und da habe ich zugeschlagen. Neben den 11 Ärmelvarianten und den 50 unverzichtbaren Nähtipps (ob die was taugen, werde ich demnächst hier berichten) habe ich mir unter anderem den Schnitt inklusive Kurs für das Kleid „Eve“ gegönnt. Kein wahnsinnig kompliziertes Teil, im Grunde nichts anderes als das Dalmatinerkleid, aber egal, mal gucken, wie der Profi sowas jenseits vom eigenen Murks das näht.

Weil der Schnitt so einfach ist, habe ich mich dazu entschieden, endlich die türkise Flutsch-Viskose aus dem Regal zu vernähen.

Nur kurz zu Kurs,  ausführliche Blogpost folgt:

  • Den Schnitt gibt es nur in der DIN A4 Version und nicht zum Plotten, also fröhlich kleben, nicht so schön.
  • Die Kursleiterin finde ich persönlich ein bisschen dröge, zum Schluss konnte sie sich immerhin auch mal ein Lächeln abringen und ich kriege einen Fön, wenn jedes fünfte Wort „quasi“ ist…
  • Mir fehlte die Angabe, dass es hilfreich ist, Taschenbeutelöffnungen vorne und die Reißverschlussnaht mit Einlage zu verstärken
  • Ich habe mal gelernt, dass man zum Einreihen zwei Heftnähte (bei 1 und 2 cm von der Kante) macht
  • Gut und lehrreich für mich fand ich die Verarbeitung des Futters und wie man Taschenbeutel in schön macht, meine eigene Lösung war da ausbaufähig…
  • FAZIT: Och joah, für 4 € ganz OK, für Näheinsteiger rechtfertigt sich sicher auch der reguläre Preis.
  • Das Kleid ist simpel und strotzt nicht vor Raffinesse, alles in allem ganz nett, aber mehr auch nicht.

Kleid „Eve“ nähen mit makerist-Videokurs: Für blutige Anfänger eine feine Sache, für erfahrene Nähnerds gibt es kaum bahnbrechend neue Erkenntnisse.

 

Ich konnte diese Woche an zwei Tagen schon nachmittags früh Feierabend machen und habe die geschenkte Zeit natürlich zum Vernähen eines weiterer Regalstoffe (es läuft!) genutzt. Wieder türkis, aber diesmal nähfreundliche Baumwolle, den Stoff habe ich glaube ich vor Jahren mal im Urlaub in Lienz gekauft. Genäht habe ich ein weiteres CamiDress von Pauline Alice, fürs Feierabend-Häppchen-Nähen verwende ich am liebsten Schnitte, die ich schon genäht habe und die ich einfach ohne viel Hirn für Anpassungen nochmal runter nähen kann. Nun auch zum ersten Mal mit perfekten Taschenbeuteln.

Als ich fertig war dachte ich, „oha, einen langweiligen OP-Kittel hst du da gemacht…“. Mit den richtigen Accessoires in Knallrot sieht die Sache zum Glück gleich anders aus. Jetzt brauche ich bitte, bitte nur ganz bald Sommer!

Puh… mit den richtigen Accessoires ist das neue CamiDress doch kein langweiliger OP-Kittel!

 

Nähpläne für die nächste Woche gibt es auch schon, natürlich wieder nur unter Verwendung von Stoffen aus dem hauseigenen Regal, das schon merklich weniger vollgestopft ist:

  • Hoffentlich kriege ich das Latzhosenkleid aus dem „Sunday Set“ von Cotton+Chalk (aus dem englischen Nähmagazin Simply Sewing) noch bis zur Abfahrt nach Südtirol fertig, so ein lässiges Kleid könnte ich im Urlaub gut gebrauchen.
  • Da wir eine Ferienwohnung mit größerem Küchentisch als zu Hause haben werden, nutze ich das um endlich die fünf Yards Waxprint zu einer „Lisette B 6168“ von Butterick und wenns noch reicht zu einem weiteren Kellerfaltenrock wie oben zu zuschneiden, die Nähmaschine bleibt zu Hause und darf sich mal ausruhen.

Nähpläne für die nächste Woche…

 

Habt eine schöne Woche und weiterhin viel Vergnügen mit dem MeMadeMay 2017, das Wetter wird ja langsam!

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2 replies »

  1. Beneidenswerte Flohmarktfundstücke! Mein persönlicher Liebling des „MMM – Woche 2“ an Dir bleibt die Matrosenhose in Kombination mit Mimi. Auch in dieser Version: total chic. Danke für das Teilen Deiner Makerist-Erfahrung. Den Kurs kann ich mir dann sparen. Schöne Woche. LG, Manuela

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